Eine Frau aus Großbritannien hat ihren Mann der Untreue überführt. Beweismaterial fand sie mittels Googles “Street View”-Feature, das Fotos von Straßenzügen in den Stadtkartendienst Google Maps einbindet.
Das verräterische Foto entstand, als der Ehemann angeblich auf einer Geschäftsreise war, berichtete das Boulevardblatt ‘Sun’. Statt in einer anderen Stadt fand die betrogene Frau den Range Rover ihres Mannes vor dem Haus einer Bekannten parkend vor.
Anhand der ausgefallenen Radkappen konnte sie den Wagen genau identifizieren. Sie reichte nun über ihren Anwalt die Scheidung ein. Dieser geht davon aus, dass der Ehemann nun gegenüber Google Schadensersatzansprüche geltend machen könnte. “Seine Anwälte können sagen, dass es sich um eine Verletzung der Privatsphäre handelt, wodurch er seine Ehe und seinen Range Rover verlor”, zitiert die Zeitung den Justiziar.
Um einen Einzelfall soll es sich nicht handeln. Wie der Anwalt der Frau gegenüber der Zeitung erklärte, habe er von einem Kollegen bereits von einem ähnlichen Vorfall gehört, der zur Scheidung führte “Die Leute werden jetzt via Google überführt”, sagte er.
Das dürfte Wasser auf die Mühlen der Kritiker des Street View-Dienstes geben. Datenschützer haben bereits mehrfach vor solchen Problemen gewarnt. Einige Kommunen in Deutschland untersagten es Google deshalb bereits, ihre Straßenzüge abzulichten.


